Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Epheser 1,3

Wir Christen sind uns sicher: Im Himmel ist aller geistlicher Segen vorhanden! Kein Zank, kein Krieg, Kein Tod, keine Not mehr, sondern Gottes Frieden, wunderbare Gemeinschaft mit allen Menschen und Aussöhnung mit sich selbst. Dort ist die vollkommenste Form des Reiches Gottes. Doch, was nutzt uns der ganze geistliche Segen im Himmel, wo wir ihn doch hier auf der Erde so nötig brauchten? Überall, wo man näher hinschaut, findet man Kriege, Hass, brutales Machtstreben, Krankheit, Traurigkeit, Sorge um geliebte Menschen, Mangel und jede Art von Not. Und wir Christen? Haben wir die Antwort auf alle die Werke des Teufels, mit denen Menschen belastet zu uns kommen? Gibt es überhaupt die Möglichkeit, aller Not in unserem Umfeld zu begegnen? Einen hat es gegeben, der niemanden enttäuschte, der im Vertrauen zu ihm kam. Jesus Christus! Er hat uns gezeigt, dass es möglich ist, schon hier und jetzt auf dieser Erde mit allem geistlichen Segen des Himmels ausgestattet zu sein. Er hatte diese Vollmacht und diesen Segen nicht, weil er der Sohn Gottes war. Alle göttlichen Privilegien ließ er im Himmel (Phil.2,6+7). Die Fülle des himmlischen Segens hatte er durch den Heiligen Geist. Er sagte von sich, dass er alles, was der Vater an Segen besaß, anvertraut bekam. Nachdem er den Heiligen Geist empfangen hatte, gab es kein Werk des Teufels, das er nicht durch ein einziges Wort zerstören konnte. Und all diesen geistlichen Segen möchte er an uns weitergeben.

Was ist Segen ?

Gott sei uns gnädig und segne uns; er lasse uns sein Antlitz leuchten, dass man auf Erden erkenne seinen Weg; unter allen Heiden (Nationen) sein Heil. Ps.67,2+3
Was bedeutet Segen? Gutes wünschen, Gutes über den anderen reden und denken! Ist das nicht ein bisschen wenig? Gibt es da nicht eine wirksamere kraftvollere Definition?
Wenn Gott dir von Herzen Gutes wünscht, wer kann dir dann schaden?! Wenn er gut über dich redet, was kann es besseres geben? Halt mal! Zu wem sollte Gott eigentlich über uns reden? Wenn in Röm. 8,27 gesagt wird, „der Heilige Geist vertritt uns, wie es Gott gefällt“, so bedeutet das doch, dass er mit Freude und Begeisterung von dir vor Jesus und dem Vater reden möchte. Auch möchte er Gutes über uns den anderen Geschwistern weitergeben, möchte zeigen, wie wertvoll jeder von uns ist und welche versteckten Potentiale in uns stecken. Man kann das auch Weissagung nennen. Gutes denken… Jeder religiöse Mensch möchte gerne wissen, was Gott so über ihn denkt. Segen bedeutet:
Gott denkt nur Gutes über dich. „Kann nicht sein!“ sagst du. Dann müsste mich Gott ja durch eine rosarote Brille betrachten, schließlich kenne ich mich genau! Gott betrachtet dich auch durch eine Brille, wenn du von ihm gesegnet bist. Durch die Brille des vergossenen Blutes von Jesus. Gott denkt gut über die, die seinen Segen erbitten! Gott sei uns gnädig… beginnt der Psalm. Sein Segen ist die reinste Gnade.

Mk.9,5-7 Und Petrus fing an und sprach zu Jesus: Rabbi, hier ist für uns gut sein. Wir wollen drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine. Er wusste aber nicht, was er redete; denn sie waren ganz verstört. Und es kam eine Wolke, die überschattete sie. Und eine Stimme geschah aus der Wolke: Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören!

Nach dem Urlaub: Man sieht sich gemeinsam an, wo man überall gewesen ist und erlebt noch einmal so etwas wie Urlaubsstimmung. Es ist gut, dass wir Erlebnisse und die dazugehörigen Gefühle konservieren können, gerade dann, wenn der Alltag wieder beginnt. Und doch müssen wir umschalten. Arbeit oder Schule haben wieder begonnen. Wir leben jetzt, nicht nur von Urlaub zu Urlaub. Eines der eindrücklichsten Erlebnisse im Leben des Petrus war die Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor. Was Luther als Verklärung übersetzt, würden wir als Zeitreise, Begegnung mit dem Himmel, oder als seltenes transzendentes Erlebnis bezeichnen. Die Jünger werden Zeuge einer Verwandlung von Jesus und eines Gespräches mit Mose und Elia. Petrus beschreibt dieses Erlebnis noch Jahre später voller Begeisterung mit den Worten: ...wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen. (2. Petrus 1, 16).Wie reagieren wir auf solche wunderbaren Augenblicke, wo wir den Himmel offen sehen? Meist ähnlich, wie Petrus. Wir versuchen alles, um sie zu festzuhalten. Petrus wollte Mose und Elia für immer sesshaft machen, um dieses Erlebnis jeden Tag verfügbar zu haben. Vers 6 sagt uns: er wusste nicht, was er redete..., soll heißen, es war ein ziemlich dummer Versuch. Ähnlich können wir uns an besonderen Zeiten von Erweckung und besonderen Offenbarungen Gottes in der Vergangenheit so sehr binden, dass wir unbrauchbar für die Gegenwart werden. Natürlich dürfen und sollen wir uns der großen Taten Gottes in der Vergangenheit erfreuen und uns immer wieder dankbar daran erinnern! Nur wir dürfen wissen: Wenn der Alltag wieder einkehrt, haben wir es mit demselben Jesus zu tun, der eben noch mit Mose und Elia in hell glänzenden Kleidern gesprochen hat. Jesus ist und bleibt der geliebte Sohn des Vaters, auf den wir jederzeit hören sollen.

Umsonst gelitten?

Immer lauter werden die Rufe führender westlicher Theologen, das brutale Leiden Jesu vor und am Kreuz als Grundlage der Erlösung der Menschheit zu leugnen. Und tun sie nicht recht daran? Als Christ hat man sich ans Kruzifix gewöhnt. Man trägt Kreuze als Kettchen oder Ohrring, ohne sich mehr bewusst zu sein, dass gerade das brutalste Folterinstrument der Antike passend zur Bluse das Dekolleté schmückt. Kaum jemand würde sich einen elektrischen Stuhl als Schmuck um den Hals baumeln lassen. Gehen wir in die Kirche, um Gottesdienst zu „feiern“, sehen wir am Altar einen fast zu Tode gefolterten Mann an zwei Balken angenagelt hängen. Nicht zu verwundern, dass Nichtchristen ein eigenartiges Gefühl überkommt, wenn Christen vom Feiern reden. Was muss das für ein Gott sein, der so etwas von einem Menschen fordert, um seine Rachegefühle gegenüber einer schuldigen Menschheit zu unterdrücken und diese am Leben teilhaben zu lassen? Geht Begegnung nicht auch ohne diese extreme Form von Sühne?