Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden... Joh.1,11+12

Wir kennen die Geschichte in vielen Variationen aus dem Krippenspiel: Maria und Josef auf Herbergssuche. Am Ende kommen sie gerade mal in einem Stall unter. Der König Israels, der, durch den alles besteht, was uns umgibt- Jesus Christus macht sich abhängig davon, von uns Menschen aufgenommen zu werden. Wie einfach hätten die Menschen in Bethlehem Gottes Kinder werden können. In Ewigkeit würden sie genannt, als die, welche den menschgewordenen Sohn Gottes aufnahmen. Sie brauchten nur Jesus in Maria aufzunehmen. Doch niemand erkannte ihn. Niemand räumte sein Wohnzimmer für ihn. Immerhin- ein leerer Stall wurde noch gefunden. Aber konnte man denn Jesus in Maria so einfach erkennen? Nicht Wissen, Lebenserfahrung, geistlicher Dienst oder Gesetzestreue konnte Jesus als Messias erkennen. Menschen brauchen dafür eine Offenbarung von Gott. Engel mussten vom Himmel kommen und die Hirten in eindrucksvoller Weise auf die Geburt des Retters der Welt aufmerksam machen. Die Hirten wiederum verbreiteten in ganz Judäa diese gute Nachricht.ganz Bethlehem auf den Beinen ist, um die Ankunft des Messias, wenn auch verspätet, zu feiern. Doch die einzige Reaktion auf den Bericht der Hirten war Verwunderung (Lu.2,18). Nicht einmal Interesse oder ein Nachfragen. Eben nur Verwunderung.

Als etwa drei Monate später die Magier aus dem Osten kamen, um bei Herodes nach dem neugeborenen König der Juden zu fragen, wusste niemand im benachbarten Jerusalem etwas von dem Kind. Nicht mal eine kleine Bewegung gab es, die in Jesus ihren Messias erkannt hätte! Niemand in Bethlehem glaubte demnach dem Zeugnis der Hirten. Warum? Erwartete man den Messias nicht? Aus der Geschichte wissen wir, dass es gerade zu jener Zeit in Israel eine große Messiaserwartung gab, denken wir nur an den alten Simon im Tempel (Luk 2,26). Und doch glaubte niemand den Berichten der Hirten. Die Hilfe Gottes sah anders aus, als die Vorstellung der meisten Gläubigen der damaligen Zeit. Und wie ist das heute? Auch heute kann man Jesus nur durch Offenbarung als Retter erkennen. Der Heilige Geist muss in unseren Herzen eine Himmelsleiter projizieren, damit wir Jesus im Wort Gottes erkennen. Aber kommt der Retter immer so, wie wir uns das vorstellen? Wie viele Erweckungsbewegungen sind schon von anderen frommen Christen abgelehnt worden, weil sie nicht ihren Vorstellungen entsprachen?! Mag sein, dass dann, wenn prominente Vertreter aus Kirche und Politik aus dem Ausland, sich zu einer solchen Bewegung stellen, wie damals die Weisen aus dem Morgenland, sich die Meinung ändert. Spätestens beim Kindermord zu Bethlehem ist den Bewohnern die Ernsthaftigkeit des Zeugnisses der Hirten klar geworden. Aber genauso, wie es Offenbarung zum Erkennen des Retters braucht, braucht es auch Offenbarung, wenn der Feind Gottes, wie hier Herodes, aktiv wird. Durch Offenbarung Gottes an Joseph- das Reden des Engels im Traum- wurde Jesus als einziges Kleinkind in Bethlehem gerettet. So freiwillig, wie die Aufnahme Jesu ist, so schutzlos sind aber auch diejenigen vor dem Wirken des Feindes, die ihn nicht aufnahmen. Nicht Gott bestrafte sie, aber er konnte sie auch nicht retten. Darum brauchen wir immer wieder übernatürliche Offenbarung Gottes für unser Leben. Das Wort Jesajas (Jes.8,20) Hin zur Weisung und zur Offenbarung!
Wenn sie nicht nach diesem Wort sprechen, dann gibt es für sie keine Morgenröte. gilt für alle Menschen aller Zeiten. Gott möchte, dass wir auch heute, im Bild gesprochen, zu den Hirten gehören, die den Frieden auf Erden erleben. Die anderen erlebten damals stattdessen Mord und Totschlag. Alles hängt davon ab, ob wir bereit
sind, für uns die Offenbarungen Gottes zu suchen oder lieber unsere eigenen religiösen Bilder pflegen und den Retter verpassen. Der Heilige Geist ist für uns, wie der Stern der
Weisen. Er führt uns zu Jesus, der dort zu finden ist, wo ihn niemand vermutet, damit für uns Frieden auf Erden inmitten der Hektik Bethlehems Wirklichkeit werden kann.
A.M.